Interview – Ausstellung „Mobilität“

© Sigrun Höfelmeier – On the train ride home

Jedes Jahr organisieren das Deutsches Studierendenwerk (STW) und das Centre National des Oeuvres Universitaires et Scolaires (CNOUS) einen thematischen Fotografie-Wettbewerb für Studierende. Ausgewählte Fotografien werden in einer Wanderausstellung in Deutschland und Frankreich gezeigt.

2019 war die vierte Ausgabe des Deutsch-Französischen Fotografie-Wettbewerbs mit der Ausstellung „Engagement!“ zu Gast im Info-Café Berlin-Paris. Thema der diesjährigen fünften Ausgabe ist „Mobilität“.

Wir haben die Wettbewerbsveranstalter interviewt. Jean-Paul Roumegas und Francois Pradal vom CNOUS standen uns Rede und Antwort. Sie erzählen uns mehr über die Geschichte, die Ziele und die Organisation des Wettbewerbs: 

Welches Ziel verfolgt der Deutsch-Französische Fotowettbewerb und an wen richtet er sich?

Mit dem Wettbewerb wollen wir deutsch-französische Studierendenaustausche mit Unterstützung des DFJW stärken. Er soll dazu beitragen, Sprachprobleme zwischen den zwei Ländern zu überwinden, Vorurteile zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich entgegenzuwirken und auch die kulturellen Aspekte in unseren Netzwerken zu fördern.

Wie setzt sich die Jury zusammen?

Die Jury ändert sich von Jahr zu Jahr. Feste Jurymitglieder sind allerdings mindestens eine Vertretung des CNOUS, des STW und des DFJW. Hinzu kommen ein*e professionelle*r Fotograf*in und zwei Preisträger aus dem Vorjahr.

Das Thema des Wettbewerbs wechselt jedes Jahr. 2019 war es „Engagement“, dieses Jahr ist es „Mobilität“. Nach welchen Kriterien werden die Themen ausgesucht und was ist dieses Jahr besonders?

Die Jury schlägt ein oder mehrere Themen vor, die von der deutsch-französischen Arbeitsgruppe ‒ bestehend aus den Direktor*innen der CNOUS und STW ‒ ausgewählt werden. Entscheidende Kriterien sind Aktualität und Relevanz der Themen.

Das Foto „On The Train Ride Home“ hat 2020 gewonnen. Inwiefern hat die Künstlerin die Jury mit ihrem Bild überzeugt? Was können zukünftige Teilnehmer*innen von ihr lernen?

Die Bewertungskriterien sind vielfältig: die Bedeutung der Fotografie und die Eignung für das Thema, Kreativität, Oiginalität in der Arbeit des Subjekts, die visuelle Wirkung, die Fähigkeit, Klischees und Vorurteile zu überwinden, die technische Qualität und die fotografische Verarbeitung der Fotos.

Dieses Bild ist wegen seiner Bewegung zwischen der sich schließenden U-Bahn und den Figuren bemerkenswert. Das Spiel der Blicke, die Ausgewogenheit des Fotos und seine künstlerische Qualität sind ganz besonders.

Das Beste ist, Ausstellungen aus den Vorjahren anzuschauen, Neues vorzuschlagen und die Jury zu überraschen!

Worauf wird der Schwerpunkt des Fotowettbewerbs 2021 liegen? Gibt es schon ein Thema?

Der Schwerpunkt im Jahr 2021 ist „Abstand“, ein überaus aktuelles Thema der letzten Wochen und Monate.
Demnächst gibt es dazu mehr Informationen auf unserer Website:
https://www.concours-wettbewerb.eu/de/.