Im Frühling 2015 im Info-Café

Vernissage der Ausstellung „Weimar hoch drei. Deutschland, Polen und Frankreich in der politischen Karikatur“.

 

Vernissage der Ausstellung „Weimar hoch drei. Deutschland, Polen und Frankreich in der politischen Karikatur“. Vorgestellt von Andreas Bahr (Europa-Universität Viadrina).

Freitag 8. Mai 2015 um 19 Uhr

Diskussion mit Thomas Serrier (Europa-Universität Viadrina) und den Journalisten Sébastien Vannier und Christina Heuschen (Cafébabel Berlin).

Eintritt frei.

© Stuttmann

© Stuttmann

Die Ausstellung Weimar hoch drei inszeniert einen deutsch-polnisch-französischen Blickwechsel über die Frage nach den Grenzen und den Beziehungen der Länder im Weimarer Dreieck: Objekt der Ausstellung sind 90 politische Zeichnungen der renommierten Karikaturisten Klaus Stuttmann, Jean Plantu und Henryk Sawka.3 mal 30 politische Karikaturen, die einen satirischen Blick auf die Länder Deutschland, Frankreich und Polen und deren nachbarschaftliche Beziehungen werfen.Zusätzlich wird eine Reihe von 30 deutschen und französischen Karikaturen über die Westgrenze Polen die Ausstellung vervollständigen. Nicht nur Unverständnis, Boshaftigkeiten und tief verwurzelte Komplexe kommen in den Bildern zum Ausdruck, sondern auch Sympathie und sogar verhohlene Bewunderung. Ergebnis ist ein Perspektivenwechsel der besonderen Art: scharfsinnig beobachtet und zugleich herausragend komisch.

Der Ausstellungskatalog (Herausgeber: Walther Fekl, Andreas Bahr und Thomas Serrier, Schaltzeit Verlag) wird im Info Café Paris-Berlin zum Kauf angeboten werden.

Klaus Stuttmann. Jahrgang 1949, Schwabe, seit 1970 in Berlin. Studierte Kunstgeschichte und Geschichte. Seit 1976 freiberuflicher tagespolitischer Karikaturist und Illustrator. Zeichnet für „Tagesspiegel“, „taz“, „Leipziger Volkszeitung“, „Lausitzer Rundschau“, „Bonner Generalanzeiger“, „Rheinische Post“, „Freitag“, „Focus“, „Cicero“, „Eulenspiegel“ u. a.

© Plantu

© Plantu

Jean Plantu. PLANTU 1951 Geburt von Jean Plantureux in Paris. Bricht sein Studium der Medizin 1971 ab, um sich in einer Brüsseler Schule unter der Schirmherrschaft Hergés zum Zeichner ausbilden zu lassen. Erste Zeichnungen mit der Signatur PLANTU für Le Monde 1972. Zeichnet seitdem ohne Unterbrechung für die Zeitung – ab 1980 auf dem Titelblatt zunächst der Samstags-Ausgabe, ab 1985 täglich. Seit 1990 zeichnet Plantu ebenfalls wöchentlich für das Magazin L’Express.

Henryk Sawka, einer der bekanntesten satirischen Zeichner Polens, ist ein scharfsinniger Beobachter der polnischen Politik und Lebensart. Er arbeitet seine Texte sorgfältig aus, denn Zeichnungen, so meint er, stellen oft nur einen Vorwand für die Sprechblase dar. Seinen Durchbruch erlebte er 1984 bei der Zeitschrift „itd“. Sawka hatte zahlreiche Einzel- und Sammelausstellungen in Polen und im Ausland und ist ständiger Gast und Juror bei Karikatur-Preisen und in satirischen Sendungen. Seine Zeichnungen sind in mehr als einem Dutzend monografischer Bücher veröffentlicht.

Die Vernissage wird begleitet von einer Diskussion mit den Gästen Thomas Serrier (Université européenne Viadrina) und den Journalisten von Café Babel Berlin.

Thomas Serrier: Germanist und Historiker, Studium an der Sorbonne, der Universität Paris 8, der Freien Universität und an der Humboldt-Universität. Seit 2001 ist er Dozent am Institut d’études européennes der Universität Paris 8 Vincennes-Saint-Denis und seit 2007 Gastprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Er ist Mitarbeiter des Projekts „Phantomgrenzen in Ostmitteleuropa“ am Centre Marc Bloch.

Cafébabel Berlin: Cafébabel.com ist ein Online-Magazin, das über die aktuellen Ereignisse in Europa auf sechs Sprachen berichtet: Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Polnisch. Vor 25 Jahren fiel der Eiserne Vorhang. Vor zehn Jahren traten acht postkommunistische Staaten der EU bei. Aber was wissen wir wirklich über unsere Nachbarn jenseits der Grenze? Das österreichische, slowakische, polnische, ungarische und deutsche Team von Cafébabel hat die politische, soziale und kulturelle Situation dieser angrenzenden Länder untersucht. Die Ergebnisse ihrer Reportage haben die Journalisten mit ihrem E-Book „Beyond the Curtain“ festgehalten. Sébastien Vannier und Christina Heuschen werden ihre Erfahrungen über die deutsch-polnische Grenze schildern.

Kino- und Diskussionsabend: „La Piroge“

Kino- und Diskussionsabend: „La Piroge“ von Moussa Traoré. Diskussion mit Christel Gbaguidi von der Assoziation Arts Vagabonds

Donnerstag 30. April 2015 um 20 Uhr.

© Royal Pony Film

© Royal Pony Film

In „Die Piroge“ riskiert eine Gruppe afrikanischer Männer den Tod – um leben zu dürfen.

In einer Küstenstadt Senegals packen eine handvoll Männer ihr Hab und Gut in Fischerboote. Unter der führenden Hand von Baye Laye (Souleymane Seye Ndiaye) treten sie eine Reise an, die die die Männer möglicherweise niemals beenden werden. Doch noch schlimmer wäre die Zukunft, die sie zu erwarten hätten, wenn sie blieben, wo sie sind. Im Wissen, dass bereits Tausende vor ihnen dieses Vorhaben das Leben gekostet hat, stechen die Männer in See und fahren in Richtung des angepriesenen Paradieses Europa. Schon bald macht der Kampf mit den Elementen den Männern schwer zu schaffen. Schlimmer allerdings sind die rauen Winde an Bord der Fischerboote selbst.

© moviepilot.de

An diesem Abend wird unteranderem Christel Gbaguidi von der Assoziaiton Arts Vagabonds (http://arts-vagabonds-rezo-afrik-benin.org) anwesend sein, um uns von seiner künstlerischen Arbeit über die Migrationsfrage zu berichten.

„La Piroge“ von Moussa Traoré. Französisch-senegalesischer Film, 2012. Französisch, Wolof, Untertitel auf Deutsch. Mit Souleymane Seye Ndiaye, Laïty Fall und Malamaine Dramé „Yalenguen“.

 

 

© Dörte Streicher

© Dörte Streicher

 

Kino-und Diskussionsabend: “ La frontière Intérieure“

 

 Vorführung des Dokumentarfilmes « La frontière intérieure » (2009) von Atelier LIMO und Diskussion mit den Regisseuren Simon Brunel und Nicolas Pannetier.

 

 

© Atelier LIMO

© Atelier LIMO

 

Donnerstag 26. März 2015 um 20 Uhr. Eintritt frei.

Sie sind keine Nachbarn. Manche wohnen 100 km, andere mehr als 1000 km voneinander entfernt. Olaf, Zbigniew, Václav, Vanda, Sándor, Rosa und Marinka leben in 7 verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche Berufe: ein Polizist, ein Händler, ein Förster, eine Lehrerin, ein ehemaliger Soldat, eine Rentnerin und die Geschäftsführerin eines Reisebüros. Trotz ihrer ungleichen Lebenswege haben sie eines gemeinsam: Die prägende Erfahrung einer Grenze. Die physische Grenze, an der sie alle leben, trennt die alten Mitgliedstaaten der E.U. von den neuen. Als äußerliche Trennlinie verliert sie immer mehr an Sichtbarkeit, doch als innere Grenze bleibt sie im Gedächtnis der Menschen verhaftet. Von der Ostsee bis zur Adria erzählen uns diese sieben Europäer, wie sie „ihre“ Grenze erlebt haben: Im Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch zu vergessen, dem Bedürfnis nach Erinnerungen und der Notwendigkeit, sich zwischen den Relikten aus Zeiten des Kommunismus und der rasanten Entwicklung der Globalisierung neu zu orientieren.

Deutsch mit französischen Untertiteln.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mLXpSbHlhX4

Webseite: http://www.atelier-limo.eu/de/pages/3/films.html

 

© Dörte Streicher

© Dörte Streicher