Begegnung mit Christine de Mazières / 15. November 2019

Freitag, den 15. November um 19:00 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Zadig empfängt das Info-Café die Schriftstellerin Christine de Mazières für eine Buchvorstellung ihres Romans “Trois jours à Berlin“.

Am 9. November 1989 bildet sich auf den Straßen von Ost-Berlin eine Menschenmasse, die sich schweigend in Richtung der Grenzposten bewegt. Normalerweise sind die Straßen schon bei Nachteinbruch leergefegt. Alle haben den Regierungssprecher auf die Frage, wann die Mauer geöffnet wird, „ab sofort“ stammeln gehört. Mitten in diesem Durcheinander befinden sich, auf beiden Seiten der Mauer, die drei Protagonist*innen von „Trois Jours à Berlin“. Sie schwanken zwischen Sprachlosigkeit und Verunsicherung. 30 Jahre nach dem Mauerfall wechselt Christine de Mazières mit Feingefühl zwischen verschiedenen Perspektiven und zeigt so die Erwartungen, welche die Wiedervereinigung eines Landes, das auf ewig geteilt zu sein schien, aufkommen lässt.

Die Buchvorstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Ein Vortrag und eine Diskussionsrunde werden ebenfalls im Rahmen dieser Veranstaltung stattfinden.

Christine de Mazières ist Deutsch-Französin und wurde 1965 geboren. Nach dem Studium am Institut d’études politiques (IEP) in Paris und an der École nationale d’administration (ENA) hat ihre berufliche Laufbahn im französischen Finanzministerium begonnen. Von 2006 bis 2016 war sie Vorsitzende des Syndicat nationale de l’édition, eine Gewerkschaft, die sich für Autor*innenrechte einsetzt. Neben ihrer Tätigkeit als Finanzberaterin ist Christine de Mazières Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises e. V. Des Weiteren ist sie stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Stiftung Genshagen und Jurymitglied des deutsch-französischen Franz-Hessel-Preises für zeitgenössische Literatur. Mit „Trois jours à Berlin“ gibt die Autorin ihr Romandebüt. Das Buch erscheint im Verlag Sabine Wespieser Éditeur.